Deutschland Gastland beim „Festival ARTS’ifices“

Logo Festival ARTS'ifices Château de La Hulpe Bild vergrößern (© Festival ARTS'ifices Château de La Hulpe)

Vom 10. bis zum 19. März fand zum zweiten Mal das „Festival ARTS’ifices“ in den festlichen Räumlichkeiten von Schloss „La Hulpe“ statt. Dieses Jahr übernahm die Bundesrepublik Deutschland die Schirmherrschaft und präsentierte mit drei ausgewählten Beiträgen eine breite Mischung deutscher Musikkultur.

Bei dem Auftaktkonzert des Festivals spielte das „Lübsche Trio“ Werke von Mendelssohn Bartholdy, Schostakowitsch und Schubert. Das Künstlertrio trat in folgender Besetzung auf: Violonist Jonathan Schwarz und Cellist Lukas Schwarz wurden von Tamami Toda- Schwarz am Flügel begleitet. Mit ihren klassischen Klängen verliehen die Künstler dem Anlass die entsprechende feierliche und glanzvolle Stimmung.

Ein musikalisches Erlebnis der besonderen Art konnten die Besucher bei der Aufführung des „Center for World Music“ aus Hildesheim am 11. März 2017 erleben. Mit traditionellen Instrumenten aus der Mongolei, Georgien, dem Iran und Deutschland präsentierten die Künstler ein originelles Repertoire klassischer und moderner Interpretationen. Dabei kamen außergewöhnliche Instrumente wie zum Beispiel eine Pferdekopfgeige oder eine Rahmentrommel zum Einsatz.

Kreative Spielweisen auf klassischen Instrumenten und eine begeisternde Bühnenperformance lieferte auch das deutsche Trio „Wildes Holz“ am 15. März 2017. Die Band, bestehend aus einem Blockflötisten, einem Kontrabassisten und einem Gitarristen, zeigte bei einem abwechslungsreichen Programm, welch unterschiedliche Töne man einem Instrument entlocken kann. Dabei überraschten sie vor allem mit einer außergewöhnlichen Musikstilmischung und jonglierten zwischen modernen Songs von Coldplay und Michael Jackson sowie klassischen Werken von Beethoven. Die Highlights des Abends waren nicht nur die bewegungsaktive Bühnenshow sondern auch eine besondere Spielakrobatik, bei der zum Beispiel ein Künstler zwei Blockflöten gleichzeitig bespielte und ein anderer einem Sägeblatt erschütternde Töne mit dem Geigenbogen entlockte.

Den Abschluss der deutschen Musikbeiträge bildete das Saxophonquartett Sonic Art am Samstagabend, dem 18. März. Das Konzert war ein Beitrag des Goethe Instituts in Brüssel. Mit Werken von Mendelssohn, Glazunow, Ligeti und Glass bot das Ensemble eine Melodien- und Genrevielfalt, bei der so manch ein Ton dem Zuschauer Gänsehaut bereitete. Ein Highlight war die Aufführung des Stückes „Between“, welches eine Auftragskomposition des Brüsseler Kulturzentrums Flagey ist und 2016 erstmal uraufgeführt wurde.

Der musikalische Austausch in dem festlichen Rahmen auf Schloss La Hulpe sollte einerseits die deutsch-belgische Kulturzusammenarbeit fördern und andererseits den deutschen Künstlern die Möglichkeit geben, sich beim belgischen Nachbarn vorzustellen. Gerade in einem Land, in dem drei Sprachen gesprochen werden, konnte Musik als interkulturelles Medium das Publikum und die Künstler zu einer Einheit werden lassen und in Sachen Völkerverständigung einen wichtigen Beitrag leisten. Nach einer großen positiven Resonanz sieht sich die Botschaft darin bestärkt auch in Zukunft weiterhin den Musikaustausch gezielt zu fördern und die deutschen Kunstbeiträge in Belgien verstärkt zu unterstützen.

Deutschland Gastland beim „Festival ARTS’ifices“

Folkert Herlyn

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