Neujahresempfang der AHK debelux und der deutschen Botschaft

Am 23. Januar 2018 fand der gemeinsame Neujahresempfang der deutsch-belgisch-luxemburgischen Handelskammer (AHK debelux) und der deutschen Botschaft statt. Botschafter Lüdeking begrüßte rund 120 Gäste und den Ehrengast des Abends Pierre Wunsch, Vizegouverneur der belgischen Nationalbank, in den Räumlichkeiten der Botschaft.

In seiner Rede ging Botschafter Lüdeking auf die in Deutschland anstehende Regierungsbildung ein und unterstrich, dass es keinerlei Grund für Verzagtheit gebe. Deutschland habe vielmehr wie Belgien auch aufgrund guter Wirtschaftsaussichten allen Grund, mit Zuversicht in die Zukunft zu schauen. Allerdings gebe es keinen Grund zur Selbstzufriedenheit. Vielmehr müssten jetzt energisch die durch die bestehenden Herausforderungen angegangen werden. Dabei gehe es an zentraler Stelle um die Wahrung und Stärkung von Zusammenhalt: den Zusammenhalt unserer Gesellschaft und den Zusammenhalt Europas. Hierzu müssten Politik wie Wirtschaft wie auch jeder Einzelne Verantwortung übernehmen. Lüdeking hob besonders auch die Bedeutung der Wiederbelebung der sozialen Marktwirtschaft hervor, der auch in dem zwischen CDU/CSU und SPD vereinbarten Sondierungsergebnis ein hoher Stellenwert eingeräumt worden sei. Auch dem Thema Europa messe Deutschland traditionell eine sehr hohe Priorität zu. Auch das Sondierungsergebnis fordere einen „neuen Aufbruch für Europa“. Hierbei werden Deutschland und Frankreich treibende Kräfte sein. Bei diesem Aufbruch wüssten wir jedoch auch Belgien, das unsere europapolitischen Überzeugungen teile, als Partner an unserer Seite.

Herr Busch, Hauptgeschäftsführer der AHK debelux, warf in seiner Begrüßung einen kurzen Blick auf den mangelnden Multilateralismus weltweit und die stärkere Zuwendung zu Asien. Außerdem gab er einen Ausblick auf das sich anbahnende 125 jährige Jubiläum der AHK debelux in 2019. Nach einer kurzen Vorstellung durch Baron Matray, Präsident der AHK debelux, sprach schließlich Herr Wunsch über eine Vertiefung der europäischen Währungsunion. Dabei hob er die Bedeutung von politischen Entscheidungen hervor, die wichtiger seien als wirtschaftliche Dominanz. Beim anschließenden Empfang hatten die Gäste die Gelegenheit, sich weiter über die deutsch-belgischen Wirtschaftsbeziehungen auszutauschen.