Deutsch-belgisches Energie-Symposium

Bild vergrößern Am 14. September begrüßte Botschafter Lüdeking rund 70 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Forschung aus Belgien und Deutschland in seiner Residenz zu einem Symposium über die bilateralen Energiebeziehungen. Unter dem Titel "Belgium and Germany – Jointly Making the “Energiewende” (Energy Transition) a Success" stand die Frage im Mittelpunkt, vor welche Herausforderungen der Atomausstieg Deutschland und Belgien stellt und wie beide Länder diesen gemeinsam begegnen können.

In seiner Einführungsrede bekannte sich der flämische stellvertretende Ministerpräsident und Minister für Budget, Finanzen und Energie Bart Tommelein im Namen der flämischen Regierung klar zum Ziel des Atomausstiegs in Belgien und unterstrich, dass er seine Politik ganz auf dieses Ziel ausrichte. Mehrere Redner betonten die Vorreiterrolle Deutschlands bei der Energiewende, während andere damit für Belgien auch die Chance verbanden, „deutsche“ Fehler zu vermeiden. Unter dem Motto von John Lennon „Power to the People“ forderte der CEO des Forschungsinstituts EnergyVille, Professor Ronnie Belmans, bei den erneuerbaren Energien eine verstärkte Ermächtigung des einzelnen Konsumenten durch Dezentralisierung der Energieerzeugung. Die CEOs von Elia und Amprion stellten ihr Projekt ALEGrO vor, den ersten Interconnector zwischen Deutschland und Belgien, der ab 2020 einen Beitrag zu einer höheren Versorgungssicherheit und besseren Energieverteilung leisten wird.

Botschafter Lüdeking unterstrich in seinem Schlusswort die Forderung aller Teilnehmer nach einer engen Zusammenarbeit zwischen Belgien und Deutschland und fand in dem Symposium ausgezeichnete Anknüpfungspunkte für eine offene, unvoreingenommene Herangehensweise an die Herausforderungen, die mit der Energiewende verbunden sind.

BRF-Interview mit Botschafter Lüdeking zur Energiewende

Deutsch-belgisches Energie-Symposium