Duale Berufsausbildung in Wallonien

Vertreter der wallonischen Regierung, des Generalsekretariats des Königs, der AHK debelux, wallonischer Verbände aus den Bereichen Wirtschaft und Bildung sowie von Unternehmen, Gewerkschaften und Handelskammern folgten am 12. Juni 2017 der Einladung von Botschafter Lüdeking zu der Veranstaltung „Berufliche Bildung in Wallonien – Erfahrungen aus der deutschen Praxis“. Als Ehrengast begrüßte der Botschafter in seiner Residenz die wallonische Arbeits- und Unterrichtsministerin Eliane Tillieux.

Botschafter Lüdeking schilderte in seiner Einführung die positiven deutschen Erfahrungen mit der dualen Ausbildung, die aufgrund der engen Zusammenarbeit zwischen Sozialpartnern und Staat auch ein Markenzeichen der sozialen Marktwirtschaft sei. Ministerin Tilleux unterstrich das große Interesse ihrer Regierung am deutschen Modell und berichtete über den Stand der Reform der beruflichen Bildung in Wallonien. Anschließend gab Prof. Dr. Reinhold Weiß, bis vor kurzem Vizepräsident des Bundesinstituts für Berufliche Bildung, einen sehr informativen Überblick über das deutsche System. Alain Sermeus stellte schließlich das Pilotprojekt der dualen Berufsausbildung zum Anlagen- und Instandhaltungstechniker bei Audi Brüssel vor und stellte damit den Bezug zur Praxis in Belgien her. Beim anschließenden Mittagessen ergab sich die Möglichkeit zu einem lebhaften Meinungsaustausch zum Thema duale Berufsausbildung.